Scheisshaufen
November 8th, 2008
Gesund ist es, widrigen Umständen in der näheren Umgebung handelnd entgegenzuwirken: Sich wegen Hundescheiße einen Magentumor anzuärgern, kann jeder. Die Hundescheiße nicht als fertig in die Welt gekacktes Objekt, sondern als Ausgangspunkt für weiterführende Überlegungen, Handlungen, was auch immer zu nehmen, darin erst zeigt sich der Mensch. Intervention nennt der Feuilletonist dergleichen und jubelt, denn da liegt nicht nur ein Haufen in der Gegend, sondern viel Subtext. Da ich kein Feuilletonist bin, fällt mir nur ein schlüssiger Subtext ein: Es war tatsächlich ein Scheißspiel gewesen, damals, ihr wisst noch, als Podolski nicht jubelte, obwohl er zweimal traf. Und wir betrunken nach Hause wankten, ohne in Hundehaufen zu treten, weil, ja weil nette Menschen nette Fähnchen in nette Haufen gesteckt hatten, und wir sie zu übersehen nicht mehr in der Lage waren.

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